Feuerwehr

Ansprechpartner vor Ort:

Feuerwehr der Stadt Siegen

Matthias Ebertz / Leiter der Feuerwehr

Weidenauer Straße 270
57076 Siegen

Telefon: (0271) 404-4724
Fax: (0271) 404-4728
E-Mail: info@feuerwehr-siegen.de

www.feuerwehrsiegen.de

Tätigkeitsprofil

Die Feuerwehr ist der Eckpfeiler der deutschen Sicherheitspolitik im Inland – quasi das Schweizer Offiziersmesser der Gefahrenabwehr. Als Hilfsorganisation mit der engmaschigsten Verbreitung bietet sie sich immer dann an, wenn Menschen in Not schnelle Hilfe brauchen: So kommt es, dass statistisch alle 28 Sekunden in Deutschland eine freiwillige Feuerwehr ausrückt, um Menschen aus den unterschiedlichsten Zwangslagen zu helfen.

Die Feuerwehr ist eine kommunale Einrichtung – jede Stadt und Gemeinde in Deutschland muss als gesetzliche Pflichtaufgabe eine ausreichend leistungsfähige Feuerwehr vorhalten. Sie ist immer dann gefragt, wenn Menschen, Tiere, die Umwelt oder Sachwerte akut bedroht sind: Das Einsatzspektrum umfasst unter anderem Wohnungsbrände, Verkehrsunfälle, Austritt von gefährlichen Chemikalien, Hilfe nach Naturkatastrophen, Rettung von Menschen aus Höhen und Tiefen (wie z.B. Baukränen) und Tierrettungen. Bei so ziemlich jeder Notlage in der Menschen Hilfe brauchen ist die Feuerwehr die erste eintreffende Organisation zur technischen Gefahrenabwehr und damit stets gefordert schnell effiziente und praktikable Lösungsansätze zur Behebung der Notlage umzusetzen. Diese Aufgabe erfordert nicht nur eine umfassende Ausbildung, sondern auch einen kühlen Kopf und einiges Improvisationstalent.

Neben diesen Aufgaben der direkten Gefahrenabwehr gehört auch die vorbeugende Gefahrenabwehr zu den Aufgaben einer Feuerwehr. Das können z. B. Brandsicherheitswachdienste bei Großveranstaltungen oder aber die Mitwirkung an Messeständen zur Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerinformation sein.

Ausbildung

Die vielfältigen Tätigkeitsbereiche der Feuerwehr erfordern eine gründliche und fachlich sehr umfassende Ausbildung. Diese beginnt mit dem alle Themenbereiche kurz ansprechenden Grundlehrgang (sog. „Truppmann-Lehrgang“), der zur Teilnahme an Einsätzen befähigt. Hieran schließen sich dann fachlich fokussierte Ausbildungen z.B. der Lehrgang zur Abwehr von atomaren, biologischen und chemischen Gefahren oder der Lehrgang zur erweiterten technischen Hilfeleistung an. Nach Bestehen der ersten Lehrgänge und Erwerb von ausreichend Einsatzerfahrung kann man sich dann zur Führungskraft eines Trupps (bestehend aus drei Einsatzkräften) weiterbilden, um dann im Einsatz taktische Entscheidungen selbst mitgestalten zu können. Diese kann später um einen Lehrgang zum Gruppenführer erweitert werden, womit man die Verantwortung bekommt Einsätze selbst zu leiten.

Spezialisierung

Von einem Feuerwehrmann wird verlangt in fast allen Disziplinen zumindest Grundkenntnisse zu haben. Da es aber natürlich unmöglich ist, sich erweiterte Fachkenntnisse zu jedem Thema anzueignen, werden Spezialeinheiten gebildet. Diese kümmern sich unter anderem darum Menschen aus großen Höhen zu retten, den Austritt von gefährlichen Stoffen und Gütern einzudämmen oder Chemikalien und radioaktive Strahlung in der Luft nachzuweisen. Diese Einheiten bilden sich u.a. mit der Feuerwehr angehörigen oder zivilen Fachkräften regelmäßig fort und können damit eine besonders professionelle Hilfe leisten.

Führungslehrgänge

Ganz gleich ob es sich um einen Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr oder einen auf einer Straße liegenden Baum handelt: Es muss Verantwortungsträger geben, die schnell die richtigen Entscheidungen treffen. Gerade wenn es um die Festlegung von Prioritäten im Einsatz geht, sind das weitreichende Beschlüsse, die unter Stress getroffen und trotzdem durchdacht sein müssen. Daher werden neben fachlichen Ausbildungen auch Führungslehrgänge angeboten, die zum Befehlen taktischer Einheiten befähigen. Die erste Stufe ist der „Truppführer“, der taktische Entscheidungen für den Einsatz von bis zu drei Einsatzkräften trifft. Der Gruppenführer, also die nächste Stufe, trägt Verantwortung für neun Einsatzkräfte und fungiert oft als Einsatzleiter.

Vom Handwerksmeister bis zum Hochschulprofessor sind in unseren Reihen alle beruflichen und sozialen Schichten vereint, wodurch wir alle erdenklichen Fähigkeiten bündeln und untereinander austauschen können. So lernst Du bei uns noch viel mehr als die bloßen Lehrgangsinhalte: Menschenkenntnis, Teamgeist und von Deinen Kameraden einen bunten Blumenstrauß ihrer beruflichen Fachkompetenz.

Anforderungsprofil

  • Du solltest gewillt sein, Menschen in Not ohne Rücksicht auf Herkunft oder Religion zu helfen
  • Du solltest gerne mit anderen Menschen im Team arbeiten, eine ausgeprägte Sozialkompetenz haben sowie leistungsbereit und vielseitig interessiert sein
  • Du bringst ein technisches Grundverständnis mit
  • Der Einsatzdienst steht für Menschen zwischen 18 und 63 Jahren (gesundheitliche Eignung vorausgesetzt) offen
  • Du solltest bereit sein, Deinen Mitmenschen Tag und Nacht mit Deiner Hilfe zur Verfügung zu stehen

Was bieten wir?

  • Eine ausgeprägte Kameradschaft mit Halt, Zuverlässigkeit und einem großartigen Teamgeist
  • Ein sehr abwechslungsreiches, verantwortungsvolles und spannendes Betätigungsfeld, das mehr als nur ein „Hobby“ ist
  • Das Gefühl der inneren Zufriedenheit, das man nach dem selbstlosen Helfen anderen Menschen gegenüber spürt (und das ist wirklich durch nichts zu ersetzen…!)