Matthias Mende

Name:Matthias Mende
Wohnort:Menden
Alter:41
Studiengang:Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Regelungs- und Steuerungstechnik – damals Elektrotechnik (Automatisierungstechnik)
Hobbies:Katastrophenschutz, Modelleisenbahn, Segeln auf Großseglern (z.B. Alexander von Humboldt)
Im MHD seit:1992

Wie bist Du zum Malteser Hilfsdienst gekommen?

Einige Mitglieder meiner Familie sind ihr halbes Leben für den Malteser Hilfsdienst aktiv gewesen – ich bin quasi in den Verein hineingewachsen.

Was gefällt Dir am Malteser Hilfsdienst besonders gut?

Das ist auf alle Fälle die Zusammenarbeit mit Menschen und für den Menschen gemäß unserem Motto „Weil Nähe zählt“. Dabei sind nicht nur die Malteser bundesweit wie eine große Familie – auch die Kameradschaft mit den anderen Hilfsorganisationen ist bei gemeinsamen Einsätzen sehr ausgeprägt.

Konntest Du Dein Wissen aus dem Studium bereits erfolgreich einbringen?

Das eher weniger – ich finde eher, dass sich beides wunderbar ergänzt. Als Ingenieur hat man gelernt, rational zu denken und Probleme strukturiert anzugehen. Das ist sicher auch im Katastrophenschutz und im Rettungsdienst von Vorteil, speziell dann, wenn man als Führungskraft in ungewohnte Lagen kommt. Aber besonders die Arbeit am Patienten zeigt einem alle Facetten des Lebens auf und zeigt, dass es neben der rationalen Ebene noch andere wichtige Aspekte gibt. Das sensibilisiert und erdet einen irgendwie…

Was war dein schönstes Einsatzerlebnis?

Da gibt es einige. In der letzten Zeit stand bei uns der Betrieb von Flüchtlingsunterkünften im Mittelpunkt. Es ist schön zu sehen, wie man ganz unmittelbar einem verzweifelten Menschen helfen kann, wenn man ihm einfach nur zeigt, dass er einem nicht egal ist. Nicht immer kann man effektiv helfen, aber oft hilft es, einfach nur zuzuhören.

Was war dein schlimmstes Einsatzerlebnis?

Im Rettungsdienst sieht man da so einiges, worauf man keinen besonderen Wert legt. „Echte“ Großschadenlagen hatten wir hier in der Region ja zum Glück in den letzten Jahren nicht.

Wenn Du beruflich in leitender Position wärest, welche in den BOS ausgeprägten Fähigkeiten würdest Du besonders schätzen?

Das wären dann wohl Teamgeist und soziale Kompetenz, aber auch die verinnerlichten Abläufe bei der Abarbeitung einer kritischen Lage sind mit Sicherheit universell anwendbar und hilfreich.

Hat Dich der Dienst in den BOS verändert? Und wenn ja, wie?

Man wird mit den Jahren irgendwie nachdenklicher – vielleicht liegt das auch am Alter. Auf jeden Fall verliert man die Hemmungen, einfach mal auf Menschen zuzugehen, die Hilfe benötigen.