Oliver Gieseler

Name:Oliver Gieseler
Wohnort:Siegen
Alter:28
Studiengang:Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Sensorsysteme
Hobbies:Feuerwehr, Fotografie, Astronomie, Wandern
In der Fw seit:seit 1997, seit 2009 Jugendwart

Wie bist Du zur Feuerwehr gekommen?

Ich bin durch Grundschulfreunde zur Jugendfeuerwehr gekommen und dann dabei geblieben.

Was gefällt Dir an dieser BOS besonders gut?

Besonders gut gefallen mir die vielseitigen Aufgaben von der Brandbekämpfung bis zur Technischen Hilfeleistung. Auch die Arbeit mit den Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr, die ich bei uns am Standort seit 2009 betreue, macht sehr großen Spaß. Die faszinierende Technik, der Zusammenhalt in der Gruppe und der Gedanke anderen Menschen in Notlagen helfen zu können, Leben zu retten haben mich damals wie heute begeistert.

Konntest Du Dein Wissen aus dem Studium bereits erfolgreich einbringen?

In einigen Bereichen sicher. Die Kenntnisse der Elektrotechnik und Mechanik sind schwerpunktmäßig in der theoretischen Ausbildung hilfreich. Die Fähigkeit  Wissen von anderen anzunehmen oder Anderen zu vermitteln, welche durch die Arbeit in Lerngruppen wächst, hilft mir sehr.  Aber auch die Disziplin, begonnene Projekte durchzuziehen und nicht nur mit halbem Herzen dabei sein, um zu Erreichen was man sich vorgenommen hat, sind sowohl im Studium als auch im Feuerwehrdienst unschätzbar wertvoll. Die BOS (Behörden uns Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) brauchen diese Eigenschaften. Arbeiten getreu dem Motto Ein-und Austritt sind freiwillig, dazwischen liegt die Pflicht, das heißt am Ball zu bleiben auch wenn man gerade mal keine Lust hat, obwohl einen niemand zwingt – hier liegt die Parallele zwischen Studium und Ehrenamt.

Was war dein schönstes Einsatzerlebnis?

Die gibt es immer wieder. Gerade die Dankbarkeit der Menschen zu erfahren, denen man gerade geholfen hat ist für mich sehr schön zu erleben. Im letzten Jahr besonders im Gedächtnis geblieben ist mir daher der Einsatz zur Betreuung der Flüchtlingsunterkunft am Haardter Berg, da wir dort mit besonders vielen Menschen in Not zu tun hatten, die sehr viel Dankbarkeit zeigten, dafür dass sich jemand um sie kümmert.

Was war dein schlimmstes Einsatzerlebnis?

An ein wirklich schlimmes Einsatzerlebnis kann ich mich nicht erinnern. Grundsätzlich aber sind die allermeisten Einsätze schlimm, in dem Sinne, dass wir meist dann gerufen werden wenn Menschen gesundheitlich oder finanziell zu Schaden gekommen sind, sei es durch Feuer oder andere Unfälle.

Wenn du beruflich in leitender Position wärest, welche in den BOS ausgeprägten Fähigkeiten würdest du besonders schätzen?

In führender Position würde ich gerade die Teamfähigkeit und Verlässlichkeit schätzen, die die ehrenamtlichen Kräfte immer mitbringen. Auch die Bereitschaft sich unter Kameraden oder Kollegen gegenseitig zu helfen, anderen beizustehen ohne eine Gegenleistung zu verlangen oder zu erwarten, Vertrauen zu haben und effektiv zusammenzuarbeiten, auch mit Leuten mit denen man privat vielleicht nicht so gut klar kommt.

Hat Dich der Dienst in den BOS verändert? Und wenn ja, wie?

Der Dienst in der Feuerwehr hat auf jeden Fall meine persönlichen und sozialen Kompetenzen gefördert. Die Entwicklung der Fähigkeiten offener auf andere zuzugehen, in brenzligen oder stressigen Situationen gelassen zu bleiben und rational zu handeln, aber auch der enorme Schatz an Erfahrung und Wissen der sich über die Jahre angesammelt hat sind für mich positive Nebeneffekte des Feuerwehrdienstes.