Thomas Baum

Name:Thomas Baum
Wohnort:Siegburg
Alter:30
Studiengang:Dipl. ing. Maschinenbau
Hobbies:THW, Triathlon, Fußball
Im THW seit:2005

Wie bist Du zum THW gekommen?

Um das Maschinenbaustudium aufgrund der Wehrpflicht nicht unterbrechen zu müssen, entschloss ich mich, den Ersatzdienst beim THW zu leisten. Dort bin ich, auch ohne den Ersatzdienst leisten zu müssen, freiwillig geblieben.

Was gefällt Dir am THW besonders gut?

Mich faszinieren die Einsatzbereitschaft und der unermüdliche Wille bei den Helfern. Weiterhin kann man seine Interessen in technischen Dingen bei gemeinnütziger Arbeit einbringen.

Konntest Du Dein Wissen aus dem Studium bereits erfolgreich einbringen?

Die theoretischen Herangehensweisen bei der Problemlösung ist ein gutes Beispiel, was ich aus dem Studium in die Einsätze mitnehmen konnte.

Im THW konnte ich viele Dinge lernen, die mir umgekehrt im Studium und im Beruf weiterhelfen. Hier kann als Beispiel eine mögliche Qualifizierung als Führungskraft genannt werden. Diese und weitere Qualifikationen erleichtern deutlich den Einstieg ins Berufsleben.

Was war dein schönstes Einsatzerlebnis?

Geschädigte Mitbürger, die aus Dank versuchen, trotz Ihrer Lage, die Helfer bestmöglich zu versorgen. Weiterhin kann man die sehr große Hilfsbereitschaft von Firmen vor Ort nennen, die einen während der Einsätze bestmöglich unterstützen. Völlig egal, ob es technische Geräte, oder Nahrung für die Einsatzkräfte ist.

Was war dein schlimmstes Einsatzerlebnis?

Der Aufbau von Flüchtlingsheimen in Süddeutschland hat mir gezeigt unter welchen Bedingungen die Hilfsbedürftigen leben müssen. Durch so einen Einsatz wird einem noch einmal vor Augen geführt, wie gut man es hat und wie klein eigentlich die eigenen Probleme sind, verglichen mit denen, die in solchen Unterkünften nächtigen müssen.

Wenn du beruflich in leitender Position wärest, welche in den BOS ausgeprägten Fähigkeiten würdest du besonders schätzen?

Ich würde besonders das ehrenamtliche Engagement meiner Mitarbeiter, ihre Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit schätzen.

Mir selber würden in einer solchen Position vor allem die Führungskompetenzen und die Menschenkenntnis weiterhelfen, die ich durch meine Tätigkeit in der Fachgruppe Führung und Kommunikation theoretisch aber vor allem auch praktisch erlernt habe und immer noch lerne.

Hat Dich der Dienst in den BOS verändert? Und wenn ja, wie?

Ja, die ehrenamtliche Tätigkeit hat meine soziale Denkweise stark verändert. Man denkt ganz anders über viele Probleme nach.

Durch die Stresssituationen in Einsätzen lernt man, sehr logisch und strukturiert vorzugehen. Außerdem wird man generell ruhiger und gerät nicht so schnell aus der Fassung. Ich denke, dass ich durch die Arbeit beim THW deutlich selbstbewusster geworden bin. Durch die Arbeit in der Führungsstelle habe ich früh lernen dürfen, Entscheidungen aufgrund von gewissen Fakten zu treffen und mich später kritisch zu reflektieren. Das hilft mir im Berufsleben sehr viel weiter.